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Mein Leben

Diese Seite wird eine Art Tagebuch.

Es ist an der Zeit, einmal von meiner Sicht aus über diese Krankheit zu sprechen. Informationen kann man im Internet ja Einige finden, aber wer das als Mutter eines betroffenen Kindes erlebt, kriegt manchmal das Grausen.

Richtig bemerkt, das mit meiner jüngsten Tochter in der Form des sich selbst verletzen etwas nicht stimmt, habe ich erst spät, fast zu spät. Zumal die Schnitte vor mir versteckt wurden. Am Handgelenk trug sie nur noch diese Schweißbändchen, an den Beinen zieht man halt lange Hosen an und die richtig tiefen schlimmen Schnitte versteckte man unterm T-Shirt. Bis zu dem Abend, als alles herauskam, man überlegte, was zu tun sei. 
Meine Tochter meinte ein paar Mal, sie müsse mal einen Termin beim Psychiater haben.
Wer pubertierende Kinder hat, die auch noch andauernd an etwas Neuem leiden..... gibt evtl. genauso viel darauf, wie ich es gegeben habe.
Auf jeden Fall spitzte sich die Situation zu, es gab noch Suizidgedanken dazu, die sie mir gegenüber aufschrieb und da schrillten schon einmal einige Alarmglocken bei mir.
Wir begaben uns zu einer psychologischen Beratungsstelle an dem Tag, den meine Jüngste sich als ihren letzten Tag ausgesucht hatte.....
Von dort aus ging es gleich in die Kinder- und Jugendpsychiatrie, wo einige Gespräche mit ihr geführt wurden, es ihr sehr gut gefiel und man sie nach 10 Tagen Aufenthalt wieder mit nach Hause nehmen konnte, da die Krise vorbei schien. Die mit Suizidgedanken ja - aber mit Boderline gehts weiter.....

Am 21.09.07 durfte meine Tochter wieder nach Hause, die ersten Tage war auch scheinbar alles ok., bis auf das sie gleich wieder in den alten Trott verfiel - laaange schlafen, vor 14-15 Uhr war an ein aufstehen nicht zu denken. Da dachte ich mir, nun gut, Anfang Oktober haben wir einen neuen Termin bei der ambulanten Außenstlle der Psychiatrie, dort Gespräche, dann kommt das mit auf den Tisch.
Am 25.09.07 hat sie dann wieder einen Einwegrasierer irgendwo entdeckt und diesen gleich auseinandergenommen und sich einige Schnitte am Handgelenk zugefügt - nicht tief, geritzt halt.
Sowie sie diesen Zwang hat, soll sie sich eigentlich einen Eispac auf den Arm legen oder die Hand, damit duch diesen kurzen Kälteschmerz "vergessen" wird, was das eigentliche Vorhaben war. Kein Eis draufgegeben - geritzt - kurz darüber gesprochen. Es gab das Versprechen, es nicht wieder zu tun.
Am 27.07.09 - gestern Abend, kam sie in mein Zimmer, Tempo auf dem Handgelenk, 2 Rasierer in der Hand....
Selbst hat sie die Teile vor meinen Augen in den Mülleimer entsorgt. Diesmal hat sie wieder tiefer geschnitten und auch längs.... Nach einiger Zeit hat es aufgehört zu bluten. Wunde versorgt. Mit Tochter gesprochen, keine Vorwürfe gemacht, denn das sollte man tunlichst unterlassen. Versucht selbst gelassen zu wirken es so anzusehen, als sei es etwas "normales".
Man weiß sich keinen Rat mehr - man muß den Rat erfahrener Psychologen suchen, diesen in die Tat umsetzen. Eins weiß ich,  bis Anfang Oktober können wir nicht warten, sie braucht früher Hilfe. Und selbst fühlt man sich auf einmal so klein und hilflos.

05.10.2007:
Heute war erster Termin bei der Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Gespräch Pychologin, Tochter und ich. Dabei kam dann heraus, das sie sich gestern Nacht wieder geritzt hat. Sie hatte einen Rasierer in ihrem Zimmer gefunden, wo auch immer der herkam.... und sich einige Wunden zugefügt, darunter zwei recht tiefe. Diesmal kam sie nicht zu mir, wollte mich nachts um 2 Uhr nicht wecken.... 
Erst mal wird es nun ambulant probiert, das sie endlich aufhört, mit der Ritzerei. Auf der Warteliste für einen stationären Aufhalt steht sie. Ich denke, es ist am Besten dort, wo ständig jemand schaut und sie nicht mit Rasierern, Messern und sonstigen scharfen Gegenständen in Berührung kommt und wo laufend Gespräche geführt werden.
Ich lasse mich überraschen, was bis zum 11.10. passiert, wenn der nächste Termin ansteht :-(

16.10.2007:
Den Termin am 11.10.07 mussten wir wegen dem schlechten Gesundheitszustand meiner Mutter verschieben, auf den 18.10.2007.
Dieser Termin kann auch nicht stattfinden und muss erneut verschoben werden, da meine Mutter am 15.10.07 um 0.30 Uhr  in meinem und dem Beisein meiner Drittältesten Tochter verstarb und an genau diesem 18. dann die Trauerzeremonie stattfindet. Manchmal kommt alles Anders, als man denkt.

26.10.2007:
Gestern stand ein Termin an, konnten wir nicht wahrnehmen, da die Züge nicht fuhren. Wurde auf heute verschoben. Gestern war dann auch noch mein Geburtstag, drittes Enkelchen wurde geboren - eigentlich alles ein Grund der Freude. Nur bei Maja ging etwas schief, eine Freundschaft bekam einen Knick, und sie ritzte sich wieder, diesmal so sehr viele Striche. Was ich nicht verstehe, das die Psychologin das nicht anschauen wollte, mit den Worten, dann könne es sein, das sie Maja gleich wieder einweisen müsse. So soll sie erst Mitte November stationär aufgenommen werden. Am 30.10. ist dann ein Telefon-Gesprächstermin von 1/2 Std., wo alles mit meiner Tochter und mir besprochen werden soll. Hoffentlich geht bis dahin alles gut. Diese elende Rasierklinge, die sie wieder irgendwo gefunden hat, ist entsorgt. Wenn selbst die Psychologen da nichts machen, wo sie gesagt bekommen, das es mehr ist wie sonst... Versteh einer die Menschheit.

30.10.07:
Psychologin rief an, eine Telefonsprechstunde abhalten. Da meine Jüngste am 2.11. ihren 17. Geburtstag mit einigen Freunden hier im Hause feiern möchte. Den Rat achtzugeben, das nichts passiert, befolge ich sowieso.... Die jungen Leute sind groß genug um ein Stockwerk tiefer zu mir zu kommen, falls etwas sein sollte.
Nächster Termin wegen der Besprechung einer stationären Aufnahme steht am 6.11.07 an. Irgendwie hofft man, das die Zeit bis zu diesem Termin und der Aufnahme schnell vorübergeht, damit endlich richtig etwas unternommen werden kann. 
Jeden Tag diese Angst im Nacken, das sie sich wieder selbst verletzt - das Gefühl versagt zu haben - immer nachhaken müssen, ob alles ok ist. Da sie auch vor nachmittags gegen 16 Uhr nicht aufsteht und man auch nicht dauernd wie bei einem kleinen Kind hochrennen und nachschauen möchte, geht die Situation ganz schön an die Substanz.

8.11.2007:
Vorgestern war Termin bei der KJP Ambulanz. Eine zeitlang unterhielten sich die Psychologin, Maja und ich gemeinsam, machten einen neuen Telefontermin für den 13.11.07 aus und einen Termin dort in der Ambulanz am 20.11.07.
Geritzt hat sie sich die letzte Zeit nicht mehr. Dafür ziert ein selbstgestochenes Bauchnabelpiercing ihren Bauch. So was macht man nachts um 4 Uhr heimlich, still und leise, wenns mittags zum ambulanten Termin geht. Wenigstens hat sie vorher Bauchnabel und das Piercing (woher auch immer das kam) desinfiziert. Beim Termin wurden mit Maja alleine einige Tests durchgeführt, die beim nächsten Termin weitegeführt werden. Wann sie nun endlich wieder stationär aufgenommen wird, steht ihrgendwie scheinbar in den Sternen.....
Die Geburtstagsparty verlief recht friedlich. Um 2 Uhr hat meine Jüngste dann jemanden vor die Tür gesetzt, da er sich total betrunken hatte (die Bande hat irgendwie Alkohol ins Haus geschleust) und um 2.30 Uhr mußte wegen eines andren Gastes der Notarzt gerufen werden, aber der konnte nichts tun, da der junge Mann schon "volljährig" ist und nicht mit ins Krankenhaus wollte.War sowieso nichts mehr in ihm drin, was hätte rausgeholt werden können.
Ansonsten ist alles beim alten. Gute Vorsätze, mal morgens aufzustehen, mir zur Hand zu gehen, werden scheinbar über Nacht vergessen, denn vor 16 Uhr ist mein Töchterlein nicht aus ihrem Bett zu bekommen. Mal tief seufze, was aber auch nichts an der Lage ändert. Es gibt ja auch noch einen Vater, aber die 15 Min. die er abends evtl. mal hier ist, können da auch nichts retten. Mit den ganzen Problemen stehen meine Tochter und ich alleine da, denn so richtig geholfen wird einem selbst von den Psychologen nicht, scheinbar erst, wenn wieder was Schlimmes passiert.


20.11.07:
Heute wäre Termin gewesen... Maja ging es nicht gut. Sie rief selbst an bei der KJP Ambulanz, meldete sich krank, Psychologin sprach kurz mit mir, meinte, meine Tochter müsse doch bald stationär aufgenommen werden,(hallo- wie lange sind wir da denn schon dran?? ) sie würde aber auf der Warteliste stehen!!! Dachte, sie steht schon seit Wochen drauf, sprach sie drauf an, meinte sie, Maja würde seit 2 Wochen auf der Liste stehen! Spricht man aneinander vorbei?? Jedenfalls wurde Termin für kommenden Dienstag ausgemacht. Kurz nach diesemTelefonat rief die Stationsärztin der Psychiatrie an! Termin zum Vorabgespräch ausgemacht für Montagmorgen. Ich glaub, es kommt was ins Rollen,
Obs dran liegt, das meine Tochter sich mittlerweile Wörter ins Bein ritzt? Da kann man lesen: Pain. Drunter "Born to die! " schön unterstrichen und mit Schnitten umrahmt.....
Ich glaub ich werd langsam ironisch oder dreh ich bald mit am Rad?

3.12.2007:
Nachdem mein Freund und ich meine Tochter am 30.11.07 wieder in die KJP verbringen mussten, da wieder Suizidgefahr bestand, konnte sie heute abgeholt und ins Jugendheim in Inobhut gebracht werden. Eine Telefoniererei war das, ein Akt, jemanden zu finden, der mich von A nach B und C und wieder nach Hause brachte.
Termin morgen bei der Ambulanz fällt aus wegen Krankheit der Psychologin.
Am 07.12.07 morgens um 9 Uhr ist Gespräch in der KJP, mal schauen, wie es nun weitergeht, ob sie gleich da bleiben kann zur stationären Aufnahme oder wieder zurück in Obhut oder nach hier..... Am Freitag wissen wir mehr.
Nur die Frage wie ich wieder dorthin komme, wo meine Tochter nun ist, mit ihr in die KJP und retour, die steht noch offen.

07.12.2007:
Es hat sich weiters nichts ergeben heute morgen beim Vorschaltgespräch. Stationär aufgenommen werden muss meine Tochter auf jeden Fall, bis es soweit ist, verbleibt sie im Kinder- und Jugendheim, wo sie seit Montag untergebracht ist. Es müssen noch einige Dinge mit dem Jugendamt und dem Heim geklärt werden, danach wird dann wohl endlich die stationäre Aufnahme erfolgen.
Einzig Neues: einige selbstgestochene Tattoos mit Nadeln und schwarzer Tinte zieren seit vorgestern linken Knöchel, linke Ellebeuge und linkes Handgelenk... 
Wie und was weiter geschieht werde ich wohl durch Jugendamt bzw Heim erfahren. 


15.02.08
Mittlerweile sind Wochen ins Land gezogen. Für meine jüngste Tochter positive Zeiten. Sie ist und bleibt im Heim, ist schon umgemeldet, keine Gedanken mehr an Suizid, Borderline.
Momentan macht sie gerade ein zweites Praktikum in einem Friseursalon. Es geht ihr gut - das ist die Hauptsache. Betreuer und Jugendamt haben hier prima geholfen und werden es auch weiter tun.
Insoweit scheint alles ein gutes Ende genommen zu haben!






Selbstverletzendes Verhalten - Ritzen, Schneiden

Hast du gewusst, dass sich in Amerika von 100.000 Personen 750 pro Jahr selbst verletzen? In 83 Prozent der Fälle handelt es sich um Jugendliche und junge Frauen.

Selbstverletzendes Verhalten ist für manche Jugendliche zum Ritual geworden.
Doch langfristig gesehen ist Selbstverletzendes Verhalten (SVV) als gelebte Aggression gegen sich selbst weder harmlos noch gesund. In unterschiedlichen Formen von leichtem bis schwerstem SSV wird dem Körper immer Schaden zugefügt. Wenn diese Verhaltensstörung länger andauert, wird sie zu den psychischen Erkrankungen gezählt und verlangt nach professioneller Hilfe wie Psychotherapie.

Bist du besorgt, weil du jemanden kennst, der sich absichtlich immer wieder weh tut ?

Oder brauchst du selbst diesen besonderen „Kick“ – damit du seelische Schmerzen nicht mehr spürst, oder weil dir einfach langweilig ist oder du dich schlecht fühlst ?

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